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Aktuelles

11.03.2019

Workshop – Neue Chance für Wärmenetze durch RÄUMLICHE ENERGIEPLANUNG

Eine abgestimmte Wärme- und Infrastrukturplanung von Gebietskörperschaften und Energiedienstleistern ist ein maßgeblicher Hebel für die Wärmewende.

Mehr als 20 Energiewirtschaftsexpert*innen von Energieversorgungsunternehmen, Contractoren und Gebietskörperschaften aus ganz Österreich diskutierten am 27. Februar 2019 über die Möglichkeiten und Chancen räumlicher Energieplanung. Folgende Fragen standen dabei im Zentrum:

  • Wie kann räumliche Energieplanung die netzgebundene Wärmeversorgung unterstützen?
  • Welche Informationen stehen künftig für die innovative Wärmeplanung zur Verfügung?
  • Welche neuen Marktchancen entstehen in der gebäudeübergreifenden Wärmeversorgung?
  • Was sind die Ansprüche und Bedürfnisse der Energiedienstleister?

Im Workshop wurden folgende konkrete Vorschläge und Empfehlungen erarbeitet:

  • Das Phase-Out von Öl und Gas wird zukünftig weitere Möglichkeiten für bestehende Netze eröffnen. Für die Nachverdichtung (vor allem im Bestand) ergeben sich überwiegend technische und organisatorische Herausforderungen, die vor allem das Schaffen von Rahmenbedingungen, gezieltes räumliches Lenken durch Förderungen und innovative Ansätze erfordern.
  • Neben der Netzverdichtung ist die Netzerweiterung ein wichtiger Beitrag zur Wärmewende. Für die Netzerweiterung in der Sanierung und im Neubau ist die Planungssicherheit ausschlaggebend.
  • Das Erschließen neuer Potentiale bedarf einer Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Abwärme und Überschusswärme-Nutzung sowie innovativer Ansätze in Gebietskörperschaften. Der Wärmeatlas wird als Chance wahrgenommen, die Erschließung unterstützen zu können.
  • Bei der Ausschreibung von gebäudeübergreifenden Wärmenetzen ist die Unterstützung der öffentlichen Hand wichtig: zu Beginn sollen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, sodass eine Vergabe der Errichtung und des Betriebs der Wärmeversorgung möglich ist. Mit zusätzlichen Förderungen können innovative Ansätze verstärkt realisiert werden.
  • Innovative Geschäftsmodelle und Organisationsformen unterscheiden sich aufgrund der Rahmengbedingungen zwischen den Bundesländern und werden noch von regulativen Vorgaben limitiert.
  • Der Wärmeatlas kann einen wichtigen Beitrag zur internen Netzplanung leisten. Zusätzliche Informationen bezogen auf die zeitliche Entwicklung von Gebieten (wie Entwicklungs- und Umstrukturierungsflächen) sowie der Eigentümerstruktur (privat vs. öffentlich) werden als essentielle Erweiterung des derzeitigen Modelles gesehen.

In der nächsten Projektphase werden diese Informationen weiter gebündelt und entsprechende Hürden und Verbesserungsvorschläge mit den verantwortlichen Stellen diskutiert (im Projekt teilnehmende Städte, Bundesländer) bzw. an diese kommuniziert (Bund).

Das Projekt Spatial Energy Planning for Heat Transition strebt auch weiterhin einen engen Austausch zwischen den Akteur*innen an und wird weitere Formate dazu nutzen. Ziel ist es in der Wärmeplanung eine effektive Kooperation zwischen den Akteur*innen zu etablieren und Gemeinschaftsprojekte für die Wärmewende zu ermöglichen.

Ausführliches Protokoll auf Anfrage erhältlich!

28.02.2019

Projektmeeting in Wien

Eine große Herausforderung stellt in der Praxis der räumlichen Energieplanung die Nutzung der Daten dar. Eine hohe zweistellige Anzahl an verschiedenen Datenbanken je Bundesland wird den WÄRMEatlas speisen. Bei der Nutzung der Daten in den Visualisierungen und Analysen ist die Qualität jeweils individuell zu berücksichtigen. Außerdem sind die Grundsätze des Datenschutzes für jede Datenquelle und für jeden Verwendungszweck einzeln zu regeln. Am 28.2. kamen beim Projektmeeting in Wien ExpertInnen aus allen drei Bundesländern sowie den wissenschaftlichen Partnern zusammen, um eine Bearbeitungsstruktur für den Zusammenhang zwischen Daten, Modellen und Anwendungszwecken zu erarbeiten. Das Projektmeeting hat einmal mehr die Stärke der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Energieagenturen und Gebietskörperschaften gezeigt und uns einen großen Schritt nach vorne gebracht.

23.-24.01.2019

Internationaler Methoden-Austausch-Workshop für Spatial Energy Planning

Ziel dieses interaktiven zweitägigen Workshops in Wien war der Austausch von aktuellen und innovativen Methoden und Ansätzen für unterschiedliche Aspekte der räumlichen Energieplanung.

Insgesamt mehr als 40 führende nationale und internationale ExpertInnen im Feld der räumlichen Energieplanung folgten der Einladung und diskutierten über deren Konzepte und Methoden.

Am ersten Tag lag mit 18 Präsentationen für das Berechnen und Kartieren von Wärme- und Kältebedarf und den Dichten, sowie mit 13 Präsentationen für das Erstellen von Szenarien des zukünftigen Wärmebedarfes, ein Fokus auf der Vorstellung der angewandten Methoden und Konzepte der ExpertInnen aus sechs verschiedenen Ländern. Zusätzlich wurden die wichtigsten Anwendungsfälle für die räumliche Energieplanung in den Handlungsfeldern diskutiert.

Am zweiten Tag wurden in weiteren 13 Präsentationen Methoden und Konzepte für das Zonieren von Fernwärmegebieten vorgestellt.

Nach einer Keynote Präsentation zu Datenschutzfragen hinsichtlich der räumlichen Energieplanung wurde in fünf intensiven Diskussionsrunden die Anwendbarkeit der Methoden für die Wärmebedarfsberechnung und Kartierung, für die Ermittlung der Potentiale erneuerbarer Wärme, für die zukünftige Entwicklung des Wärmebedarfes sowie auch die Ansätze der Zonierung hinsichtlich der besprochenen Anwendungsfälle diskutiert.

Für die zukünftige Entwicklung des Wärmebedarfs ergaben sich folgende vier Einflussfaktoren:

  1. Entwicklung des Gebäudebestandes,
  2. Verdichtung und Neubau,
  3. Technologiewechsel,
  4. Verhaltensänderungen und Klimawandel

Die wichtigsten Erkenntnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Für den Datenschutz sind klarere Richtlinien notwendig, vor allem bezüglich der Frage welche Art von Daten unter welchen Bedingungen wofür verwendet werden dürfen. Derzeit wir die Einstufung energiebezogener Gebäudedaten als persönlich oder nicht-persönlich von den EU Ländern unterschiedlich interpretiert.
  • Die Genauigkeit der Methoden zur Berechnung und Darstellung des Wärmebedarfs ist hauptsächlich von der verfügbaren Datenlage abhängig, welche wiederum stark von den politischen Vorgaben bestimmt ist.
  • Die Potentiale Erneuerbarer sollten als nutzbares Potential ausgegeben werden und am besten einem Ranking unterzogen werden, wobei das Gegenspiel Nachfrage vs. Potential stark von den Kosten für eine Sanierung und Kosten für die Infrastruktur zur Erschließung bestimmt werden.
  • Der Begriff Zonierung erfordert ein einheitliches Wording.
  • Sowohl Top-down, als auch Bottom-up Methoden werden benötigt um auf den drei Ebenen der Handlungsfelder der räumlichen Energieplanung Anreize zu schaffen und Vorschriften zu erlassen.
09.01.2019

Städteaustausch: „Energie in der räumlichen Entwicklungsplanung“

Am 09.01.2019 fand der Workshop „Städteaustausch: „Energie in der räumlichen Entwicklungsplanung“ in Salzburg statt. In diesem eintägigen Workshop wurde mit TeilnehmerInnen aus den Bereichen Raumplanung, Stadtplanung und Energie sowie mit ProjektpartnerInnen und VertreterInnen der teilnehmenden wissenschaftlichen Institutionen in einem interaktiven Format gearbeitet. Insgesamt nahmen VertreterInnen aus neun Städten (Wien, Graz, Kapfenberg, Gleisdorf, Villach, Salzburg, Zell am See, Innsbruck, Bregenz) an dem Workshop teil.

Der Workshop widmetet sich der Umsetzung und Integration des Themenbereichs Energie innerhalb der räumlichen Entwicklungsplanung. Ziel war die Schärfung der Inhalte in der Bearbeitung des Themenkomplexes innerhalb der städtischen Raumplanung.

Der Fokus der Energie in der räumlichen Entwicklungsplanung wurde im Bereich der Wärmeversorgung gesetzt. Die Bereiche Strom und Mobilität im Hinblick auf die Wärmeversorgung spielen ebenfalls eine zu berücksichtigende Rolle. 

Eine wichtige Rolle spielt die Darstellung und Berücksichtigung Erneuerbarer Energiepotenziale im Behördenprozess.

Als zentrales Instrument in der räumlichen Entwicklungsplanung im Kontext der Wärme wurden von den Städten Zonierungspläne identifiziert. Durch eine Implementierung von Wärme-Zonierungen kann eine Wärmewende und ein Ausschluss von fossilen Energieträgern forciert werden. Zonierungen werden in allen Städten vorerst bezogen auf netzgebundene Wärmeversorgung fokussiert. Zahlreiche weitere Optionen für Zonierungen wurden identifiziert. So könnten als zukünftige Schwerpunkte bei Zonierungen beispielsweise die Grünraumplanung und die sogenannten Urban Heat Islands eine Rolle spielen.

Als Grundlage für die Umsetzung der Energie in der räumlichen Entwicklungsplanung müssen gesetzliche Verankerungen für verbindliche Festlegungen und Verordnungsermächtigungen aktiv getroffen werden.

Die wichtigsten Erkenntnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Fokussiert wird in der räumlichen Energieplanung die Wärmeversorgung,
    Mobilität und Strom werden im Hinblick auf die Wärmeversorgung betrachtet
  • Gesetzliche Verankerungen für verbindliche Festlegungen und Verordnungsermächtigungen werden benötigt
  • Zonierungen für Netzgebiete als ein grundlegender Lösungsansatz für die Wärmewende

Ein detailliertes Protokoll ist auf Anfrage unter folgender E-Mail-Adresse verfügbar: irina.brunner@salzburg.gv.at

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